Grundsätzlich verbleibt Ihnen alles, was für eine "bescheidene Lebensführung" notwendig ist.

Die normale Wohnungseinrichtung

  • Schrank, Bett, Stuhl, Tisch
  • Kühlschrank, Waschmaschine, Herd
  • übliche Haushaltsgeräte
  • Bekleidung
  • Radio und ein älteres Farbfernsehgerät
  • Haustiere

können also nicht gepfändet werden.

Neuwertige und besonderes wertvolle der oben genannten Gegenstände können jedoch im Wege einer sogenannten "Austauschpfändung" durch einfachere preiswertere Gegenstände ersetzt werden.

Pkw oder Computer sind nur dann unpfändbar, wenn sie

  • nicht besonders wertvoll sind und
  • zur Berufsausübung oder aus gesundheitlichen Gründen (z. B. Schwerbehinderung) für den Schuldner unentbehrlich sind.

Videokamera, Schmuck und andere luxuriöse Gegenstände müssen häufig daran glauben.

ACHTUNG:

Kühlschränke, Möbel, Fernseher, Waschmaschinen, andere Haushaltsgeräte, die auf Raten gekauft wurden, können von dem Gläubiger, der das Gerät finanziert hat, durch den Gerichtsvollzieher aus der Wohnung genommen werden, ohne dass hierfür Ersatz geschaffen wird!

Grundsätzlich muss bei einer Pfändung berücksichtigt werden, dass der Erlös die Kosten der Zwangsvollstreckung übersteigt. Eine Pfändungsmaßnahme, die nicht die Aufwendungen und die Kosten des Gerichtsvollziehers und der Versteigerungsmaßnahme deckt, ist nicht rechtens. Der Gerichtsvollzieher wägt also ab, ob der pfändbare Gegenstand den entsprechenden Wert hat.

Der Gerichtsvollzieher darf davon ausgehen, dass alle Gegenstände, die er im Haushalt vorfindet, dem Schuldner gehören, auch wenn noch andere Personen (Ehepartner usw.) mit ihm zusammenleben. Es kann jedoch helfen, den Gerichtsvollzieher durch entsprechende Belege (z. B. Kaufvertrag, Quittungen usw.) davon zu überzeugen, dass man nicht der Eigentümer ist.

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