Schuldenbereinigungsplan, außergerichtlich

Laut Insolvenzordnung wird die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens nur dann gewährt, wenn der Schuldner nachweist, dass er innerhalb der vorangegangenen 6 Monate eine Schuldenregulierung auf der Grundlage eines außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplans mit seinen Gläubigern versucht hat und diese gescheitert ist.

Daher besteht die erste Tätigkeit in der Regel darin, alle Gläubiger in einem Schreiben darüber zu informieren, dass eine außergerichtliche Schuldenbereinigung gewünscht ist und sie aufzufordern ihre Forderungen zu beziffern.

Anschließend erfolgt der außergerichtliche Vergleichsvorschlag, bei dem den Gläubigern eine Abfindungsquote angeboten wird. In der Regel in Form einer monatlichen Zahlung für die Dauer von 72 Monaten oder einer Einmalzahlung. Bei einer Quote von 50 % würde der Schuldner den Gläubigern z. B. die Hälfte der Verbindlichkeiten begleichen.

Wenn der Schuldner finanziell nicht in der Lage ist, seinen Gläubigern etwas anzubieten, ist in der Praxis auch ein Nullplan zulässig.

Wenn der außergerichtliche Vergleichsversuch scheitert, wird beim zuständigen Insolvenzgericht der Eröffnungsantrag gestellt.

Dieses außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren kann ein Schuldner nicht alleine vornehmen. Die Insolvenzordnung sieht vor, dass er sich hierzu an eine geeignete Stelle oder Person, wie z. B. einen Rechtsanwalt wenden muss.


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