Schulden alleine sind ohne Einfluss auf die Geschäftsbeziehung zwischen Kunde und Bank. Dies ändert sich erst dann, wenn der Bankkunde insolvent wird. Hierbei unterscheidet man zwischen dem allgemeinen Bankvertrag, der als Rahmenvertrag die Geschäftsbeziehung trägt, sowie den einzelnen Konto - und Darlehensverträgen.

Durch die Insolvenzantragstellung tritt noch keine automatische Veränderung der genannten Verträge ein.

Dies ändert sich erst mit der Anordnung eines Verfügungsverbotes. Hiedurch werden alle Verfügungen des Schuldners unwirksam. Der allgemeine Bankvertrag bleibt bestehen.

Ein Kontokorrentvertrag wird jedoch mit Erlass eines Verfügungsverbotes beendet. Die Bank ist verpflichtet, den Saldo auf den Tag der Anordnung des Verfügungsverbotes festzuschreiben.

Diese Rechtslage entsteht auch bei Anordnung einer vorläufigen Insolvenzverwaltung. Die eigentliche Veränderung der Geschäftsbeziehungen zur Bank wird durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gesetzt. Ab diesem Zeitpunkt endet der Bankvertrag einschliesslich der Kontokorrentverhältnisse.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens geht automatisch die Verfügungsbefugnis über die bestehenden Bankkonten auf den Insolvenzverwalter über.

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